Die multimodale stationäre Schmerztherapie

Akute Schmerzen haben eine Warnfunktion und sind eine wichtige Reaktion und Funktion für den Körper. Bei länger anhaltenden Schmerzen, z.B. bei ausgeprägten degenerativen Wirbelsäulenveränderungen, verlieren sie diese Warnfunktion und es kommt zu einer Chronifizierung.

Es entsteht eine eigene Erkrankung, der chronische Schmerz.


Dieser beeinflusst zunehmend
das ganze Leben sowie die private und berufliche Situation. Während der akute Schmerz einfach und unimodal behandelt werden kann, stellt der chronische Schmerz eine therapeutische Herausforderung dar. Nur mit einem multimodalen Behandlungsteam können Erfolge erzielt werden.

Das Ziel dabei ist es, eine Operation möglichst zu vermeiden und eine weitere Chronifizierung zu unterbinden. Die besten Erfolgsaussichten versprechen hierbei eine Kombination aus physikalischer Therapie, orthpädischer funktioneller Therapie und psychologischer Betreuung.

Leistungsspektrum

Wir behandeln therapieresistente, akute Schmerzen der Wirbelsäule sowie der großen Gelenke mit Funktionsstörungen bedingt durch

  • Bandscheibenprolaps
  • Wirbelkörperfrakturen
  • ausgeprägte degenerative Veränderungen
  • Spondylolisthesis
  • anhaltende Schmerzen/Funktionsstörungen nach Wirbelsäulen- oder Gelenksoperationen
  • anhaltende Schmerzen/Funktionsstörungen nach operativ oder nichtoperativ versorgten Frakturen
  • anhaltende Schmerzen/Funktionsstörungen der großen Gelenke
  • drohende Chronifizierung von Schmerzen des Bewegungsapparates (Prävention laut Leitlinie)
  • alle akuten und unspezifischen Kreuzschmerzen von Patienten, die innerhalb von vier bis acht Wochen nicht wieder arbeitsfähig sind

Die interdisziplinäre Komplextherapie

Ziel des intensiven 14-tägigen Therapieprogramms, das anhand des Schlüsselbefundes individuell für jeden Patienten zusammengestellt wird, ist es, die Symptomatik deutlich zu verringern und damit eine (weitere) Chronifizierung zu vermeiden.

Dabei verfolgen wir den interdisziplinären Ansatz der Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manualmedizinischer Akutkliniken (ANOA).

Die Therapie erfolgt interdisziplinär durch ein Team bestehend aus Psychologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, algesiologisch geschultem Personal, ärztlichen Schmerztherapeuten und Orthopäden.

Therapeutische Verfahren

  • Manuelle Medizin
  • Physiotherapie
  • Reflextherapie
  • Infiltrationstherapie/interventionelle Schmerztherapie (intraarticuläre Injektionen, Facettengelenksinfiltration, epidurale Injektionstherapie und Wurzelblockaden, medikamentöse Schmerztherapie)
  • Psychotherapie
  • Akupunktur, Triggerakupunktur und Meridiantherapie
  • Elektrotherapie
  • Massagetherapien
  • Entspannungsverfahren
  • Medizinische Kräftigungstherapien

Die Behandlung verfolgt ein klares Konzept

Durchführung einer interdisziplinären Schmerzdiagnostik zur Erhebung des Schlüsselbefundes. Hierbei werden bspw. neben degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule Muskelfunktionsstörungen, Fehlbelastungen, Verkettungen sowie psychische und persönlich bedingte Belastungsfaktoren abgeklärt.

Dabei stellen wir fest, welche Therapien die erfolgsversprechendste ist:

  • Die akute Schmerztherapie, eventuell kombiniert mit interventioneller Infiltration
  • und/oder Einleitung einer Anschlussrehabilitation
  • Interdisziplinäre Komplexbehandlung nach dem ANOA-Konzept